Verein zur Förderung der Ensemblemusik
Anras Brass | Lumpm Brass | Barockensemble Anras | capella anarasa | DreiTol Musikantn | Quetschholz | Anraser Saitenklang


Bereits im Jahr 1781 sind Kirchenbläser in der kleinen Osttiroler Gemeinde auf 1.260 m Seehöhe urkundlich erwähnt. Damals war Anras noch dem geistlichen Fürstentum Brixen unterstellt und die Bischöfe kamen zur Sommerfrische in die Pustertaler Gemeinde. Zwei Jahrhunderte später erlebt die instrumentale Kirchenmusik eine Art Wiedergeburt. Das Barockensemble musiziert im Sinne von „cantare et sonare“ vornehmlich mit verschiedenen Chören aus Ost-, Nord- und Südtirol sowie dem bayrischen Raum. Die Besetzung mit Zink, Barocktrompete und -posaune sowie Dulzian verleiht dem Ensemble einen naturhistorischen Klang. Ergänzt mit dem Barockcello und Orgel sind die Musikerinnen und Musiker gern gehörte Vertreter der Alten Musik.

Der Zink (ital. Cornetto, engl. Cornett) ist ein meist aus Holz gefertigtes Blasinstrument, das mit einem Kesselmundstück wie ein Blechblasinstrument gespielt wird.

Der Zink trat mit dem Aufkommen der Violine im 17. Jhdt. als Soloinstrument in den Hintergrund. Erst im Laufe des 20. Jhdt. bekam er wieder Bedeutung, insbesondere auch durch verschiedene Dozenten an den Universitäten. In Europa hat sich insbesondere Prof. Bruce Dickey, der an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel Zink unterrichtet, um die Entwicklung des Zinkspiels verdient gemacht.
Das Instrument gilt als sehr übeintensiv, um Ansatz und Intonation zu perfektionieren.

In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl an Konzertprojekten mit verschiedensten Chören umgesetzt. Hier eine kleine Auswahl:

  • ars cantandi (2009)
  • Geschwister Walder (2010)
  • Kammerchor Lienz (2013)
  • StimmOktav (2015, 2017, 2019)
  • ambi dravi (2018)
  • Vokalensemble STIMMEN (2018)
  • Familienmusik Waldauf (2019)
  • capella anarasa (2022, 2023, 2025)
  • Vokalexpress Teisendorf (2014, 2025)
  • Brummnet der Männerchor (2025)



Kontakt:
Mag. Wilfried Kollreider
mail | wilfried.kollreider@outlook.com


Doch bleibt als Trost, dass in einem zukünftigen Leben der Lohn für alle Qualen auf Erden auf die Zinkenisten wartet, falls der Dichter, Komponist und Musikschriftsteller Christian Friedrich Daniel Schubart recht hat:


Wie glücklich ist der Zinkenist,

Der Herr und sein Geselle!

Er kömmt, wenn er gestorben ist,

gewiß nicht in die Hölle:

Denn Gott hält oft ein Freudenfest

mit auserwählten Christen;

und weil man da Posaunen bläst,

so braucht man Zinkenisten. 

    

Musiker

Wilfried Kollreider
Johann Fronthaler
Christoph Pircher
Manuel Außerlechner
Elias Kollreider
Erich Pitterl
Michaela Fronthaler
Birgit Kollreider