Verein zur Förderung der Ensemblemusik
 


Inspiriert durch zahlreiche Teilnahmen an den Seminaren des Vereins „Cantare et sonare“ haben wir in Anras ein Barockensemble gegründet, das vornehmlich die Musik des Giovanni Gabrieli und dessen Zeitgenossen (16. und 17. Jhdt.) interpretiert.

Die Besetzung mit 2 Zinken, Barocktrompeten und –posaunen sowie zwei Fagotti ist ideal, um vorallem doppelchörige Kirchenmusik aufzuführen.

In den letzten Jahren haben wir eine Vielzahl an Konzertprojekten mit verschiedensten Chören umgesetzt. Hier eine kleine Auswahl:

  • ars cantandi (2009)
  • Geschwister Walder (2010)
  • Kammerchor Lienz (2013)
  • StimmOktav (2015) 

      

Bemerkenswert ist die Besetzung des Ensembles mit Zinken. Der Zink (ital. Cornetto, engl. Cornett) ist ein meist aus Holz gefertigtes Blasinstrument, das mit einem Kesselmundstück, wie ein Blechblasinstrument gespielt wird.

Der Zink trat mit dem Aufkommen der Violine im 17. Jhdt. als Soloinstrument in den Hintergrund. Erst im Laufe des 20. Jhdt. bekam er wieder Bedeutung, insbesondere auch durch verschiedene Dozenten an den Universitäten. In Europa hat sich insbesondere Prof. Bruce Dickey, der an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel Zink unterrichtet, um die Entwicklung des Zinkspiels verdient gemacht.

Das Instrument gilt als sehr übeintensiv, um Ansatz und Intonation zu perfektionieren.



Doch bleibt als Trost, dass in einem zukünftigen Leben der Lohn für alle Qualen auf Erden auf die Zinkenisten wartet, falls der Dichter, Komponist und Musikschriftsteller Christian Friedrich Daniel Schubart recht hat:


Wie glücklich ist der Zinkenist,

Der Herr und sein Geselle!

Er kömmt, wenn er gestorben ist,

Gewiß nicht in die Hölle:

Denn Gott hält oft ein Freudenfest

Mit auserwählten Christen;

Und weil man da Posaunen bläst,

So braucht man Zinkenisten.